Unser Community Programm

A KHMER WASTE STORY

Wir wollen unser Pilotprojekt dort starten, wo schon damals die Khmer erfolgreich ihr Reich etabliert und ausgebaut haben.

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Das PLAWARE Pilotprojekt für einkommensschwache, ländliche Regionen mit fehlender Abfallbewirtschaftung wird in der ländlichen Umgebung von Siem Reap gestartet. Die Region wurde bewusst als Standort für das Pilotprojekt gewählt. Dort befindet sich nämlich das Zentrum des Khmer Reiches, von dem aus die Angkor Könige über Jahrhunderte hinweg das Reich erfolgreich gegen äußere Feinde verteidigt haben.
In Anlehnung an diese glorreiche Epoche Kambodschas wollen auch wir mit unserem Community-Programm eine eigene Strategie gegen die Umweltverschmutzung durch Plastik entwickeln.

DAS COMMUNITY PROGRAMM

Mit unserem Community-Programm wollen wir den täglichen Plastik-Abfall reduzieren sowie vermeiden, dass Plastik unkontrolliert in die Umwelt gelangt oder verbrannt wird.

Eine Community ist eine lokale Einheit von bis zu ca. 400 Personen. In einer Informationsveranstaltung bei vier ausgewählten Communities in der Provinz Siem Reap wollen wir die dort lebenden Menschen auf das Plastik-Problem sensibilisieren und sie zur aktiven Teilnahme am Programm gewinnen. Wir wollen mit unserem Programm unseren 4R-Ansatz vorstellen. Einweg-Plastik und Plastikverpackungen sollen durch biologische Produkte ersetzt werden. Für nicht rezyklierbares Plastik streben wir mit unserem Verfahren ein Upcycling an.
Für den bereits bestehenden Müll sind sogenannte "Clean Up Days" vorgesehen, an denen gemeinsam Abfall gesammelt und für die Weiterverarbeitung vorbereitet wird. Diese Aktion wird pro Gemeinde insgesamt 6 mal durchgeführt. Zeitgleich werden pro Gemeinde je 3 öffentliche Sammelbehälter bereitgestellt: bei der Schule, bei der Pagode und beim Plastikverarbeiter. Das Plastik soll gesammelt und für die Weiterverarbeitung vorbereitet werden (Sortierung, Reinigung, Trocknung).
Single primitive wooden house in the tropical rural country in the southern part of Cambodia
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Der müllfreie Zustand der öffentlichen Flächen nach den Clean Up Days sollte dank der Trennbehälter erhalten bleiben. Hierfür ist die gezielte und regelmäßige Aufklärung der Bevölkerung notwendig, was durch unsere Partner vor Ort organisiert wird.
Nach erfolgreichem Test des Prototypen in der Schweiz sollen die Plastik-Verarbeitungsanlagen in den entsprechenden Pilot-Communities installiert werden, damit das Plastik in Öl weiterverarbeitet werden kann. Die Communities werden regelmäßig besucht und betreut sowie deren Fortschritt dokumentiert. Ein "Upscaling Manual" mit den bis dahin gesammelten Erfahrungen und Empfehlungen soll nach Ablauf des Pilotprojekts erstellt werden. Für das Pilotprojekt "A Khmer Waste Story" ist auch die Produktion eines gleichnamigen Dokumentarfilmes vorgesehen.

DER BERUF ALS PLASTIK-VEARBEITER*IN

So wie es in jeder Gemeinde den Schreiner, den Elektriker oder Sanitär gibt, wollen wir auch künftig den Beruf des Plastik-Verarbeiters schaffen.

Ziel ist es, dass das Programm auch nach Abschluss des Pilotprojektes durch die Communities selbstständig weitergeführt wird. Im Idealfall erfolgt ein kontinuierliches, organisches Wachstum dieses Programms, ausgehend von den vier Pilot-Communities.
Damit dies möglich wird, wollen wir den Beruf als Plastik-Verarbeiter*in schaffen. Im Pilotprojekt erhalten pro Gemeinde je eine Familie einen Prototypen einer Plastikverarbeitungs-Anlage. Diese werden durch technisches Fachpersonal vor Ort geschult und betreut.
Durch die Produktion und den Unterhalt der mobilen Anlagen vor Ort wollen wir damit die Anlagen auch für lokale Verhältnisse erschwinglich machen, damit basierend auf dem Pilotprojekt auch ein Anreiz für andere Plastik-Verarbeiter*innen geschaffen wird.

Partner vor Ort

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